Heft 26 (2021): Die Relevanz der Kunst

Call for Abstracts

Die Vorstellung, dass sich Kunstwerke immanent, d. h. nur aus sich selbst heraus, genießen, interpretieren und beurteilen lassen, scheint vielen Kunstbegeisterten heute mehr und mehr suspekt zu sein. An Kunstwerke und Kunstschaffende wird zunehmend die Forderung gestellt, moralisch gut oder politisch engagiert zu sein und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben zu leisten. Kunst soll sich nicht einfach selbst genügen, sondern relevant sein. Der PHILOKLES widmet diesem Phänomen ein Themenheft mit dem Titel „Die Relevanz der Kunst“. Deshalb laden wir alle Interessierten ein, Vorschläge für Aufsätze einzureichen. Sowohl systematische als auch historische Beiträge sind willkommen.

Mögliche Fragen sind:

  • Lässt sich von einer moralischen oder politischen Verantwortung der Kunst sprechen, und wäre diese identisch mit der Verantwortung der Kunstschaffenden?
  • Was wäre der Grund dieser Verantwortung? Gehört sie wesentlich zur Kunst oder wird sie an diese von außen herangetragen?
  • Wie ist es um die gesellschaftliche Relevanz der Kunst in früheren Epochen bestellt?
  • Hat Kunst heute eine größere gesellschaftliche Verantwortung als früher?
  • Haben einzelne Kunstgattungen wie z. B. Theater oder bildende Kunst eine größere Wirkkraft als andere? Falls ja, macht sie das relevanter?
  • Wie unterscheidet sich die aktuelle Forderung, Kunst müsse relevant sein, von früheren Ästhetiken, die von der Kunst ebenfalls moralische oder politische Wirksamkeit fordern (z. B. Sartres „engagierte Kunst“)?
  • Finden sich in der Geschichte der Philosophie vielversprechende Ansätze, um das Verhältnis von Kunst, Politik und Gesellschaft zu bestimmen?
  • Bildet Kunst neben Politik, Wissenschaft und Religion einen autonomen Bereich der Gesellschaft? Wenn ja, wie ist diese Autonomie mit einer moralischen oder politischen Verantwortung der Kunst vereinbar? Und wenn nein, warum erwarten wir überhaupt von Kunst, dass sie relevant ist?

Als eine Zeitschrift für populäre Philosophie legen wir Wert auf eine allgemein zugängliche Sprache und Darstellung. Beiträge sollten für ein philosophisch interessiertes, mit der akademischen Philosophie aber eher unvertrautes Publikum gut lesbar und verständlich sein. Deswegen können wir Beiträge zu hochakademischen Spezialdiskursen leider nicht annehmen. Sofern Sie auf voraussetzungsreiche Diskurse referieren, sollten diese auf konzise und leicht nachvollziehbare Weise eingeführt werden. Fachjargon ist, soweit möglich, zu vermeiden oder sollte allgemein verständlich erklärt werden.

Abtracts mit einer Länge von 500 bis 800 Wörtern sind bis zum 15.10.2020 an die Redaktion des PHILOKLES (philoklesonline@gmail.com) zu senden. Sollte Ihr Vorschlag angenommen werden, erbitten wir Ihre Beiträge bis spätestens zum 15.04.2021. Die fertigen Aufsätze sollen einen Umfang von 6000 bis 9500 Wörtern haben.

Heft 24 (2020): Liebe

Inhalt Editorial Aufsätze Liebe und Emotionen. Erschöpft sich Lieben im Fühlen? (Anna Mense) Liebe und Konflikte zwischen identitätsstiftenden Werten (Michael Kühler) Liebe und Individualität. Überlegungen zum Phänomen der Unersetzbarkeit (Falk Hamann) Interview Fragen zur Bedeutung der Liebe für den Menschen an die Philosophin Frauke A. Kurbacher an die Theologin Julia Meszaros an den Psychologen Matthias … Weiterlesen „Heft 24 (2020): Liebe“

Heft 23 (2019): Wer hat Angst vor Anthropologie?

Diese Ausgabe des PHILOKLES vereinigt Beiträge der Tagung Wer hat Angst vor Anthropologie? (Leucorea Wittenberg, 15.–16. Oktober 2016). Der Herausgeber ist Till Ermisch.

Robert Brandom

„Die Grenzen, die mein Leben prägen“ – Ein Gespräch mit Bob Brandom geführt und ins Deutsche übersetzt von Carolin Böse-Sprenger C: Laut einem kürzlich veröffentlichten Ranking[1] zählen Sie zu den 50 einflussreichsten Philosophen der Welt. Hätten Sie vermutet, dass Sie so bedeutend sind? B: Sämtliche Personen auf dieser Liste sind Philosophen, deren Arbeit erheblichen Einfluss … Weiterlesen „Robert Brandom“

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