Derzeit sind noch nicht alle Ausgaben des PHILOKLES online verfügbar. Wir bemühen uns aber, die alten Ausgaben nach und nach ins Netz zu stellen – schauen Sie doch gelegentlich wieder vorbei!
Einige ältere Nummern von PHILOKLES sind bei der Redaktion und ETHOS e.V. auch noch als gedruckte Exemplare erhältlich.
Noch etwas in eigener Sache: Der Download von PHILOKLES ist frei. Wir haben keinerlei kommerzielles Interesse an PHILOKLES. Unkosten entstehen aber trotzdem und bringen einen kleinen Verein wie den unseren recht schnell an seine finanziellen Grenzen. Wenn Sie Gefallen an PHILOKLES finden, würden wir uns über eine Spende an ETHOS e.V. freuen. (Spenden an ETHOS e.V. sind steuerlich absetzbar.)
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Rechtlicher Hinweis
Die Online-Ausgaben des Philokles dürfen ausschließlich für private oder nicht-kommerzielle Bildungszwecke genutzt werden, nicht aber für gewerbliche Zwecke! Alle Rechte, insbesondere die Rechte der Weitergabe und Vervielfältigung, verbleiben bei ETHOS e.V.
Bitte zögern Sie nicht, bei Fragen und Anregungen mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir wünschen viel Freude bei der Annäherung an die Welt populären Philosophie!
Dem aufmerksamen Leser wird es schon beim ersten Durchblättern nicht entgangen sein: PHILOKLES präsentiert sich in neuer Form. Die Redaktion sucht mit dem 3. Jahrgang nach einem neuen gestalterischen und vor allem inhaltlichen Format, das seinem ‚alten‘ Anspruch, ein Forum populärer Philosophie zu sein, besser gerecht wird.
Das äußere Erscheinungsbild von PHILOKLES wird schlichter gehalten. Das scheint hinsichtlich der ‚Popularität‘ vielleicht etwas widersprüchlich, zumal in rastlosen Zeiten überschießender Bilderfluten. Doch setzt die Redaktion ganz bewusst auf eine schlichte äußere Form, in der Meinung, unser Blatt würde ohnehin nur in Momenten gelesen, in denen an lautem Entertainment weniger als an stiller Unterhaltung gelegen ist.
Echte Unterhaltung allerdings, auch stille, lebt von (nicht nur rationalem) Austausch. Deshalb bildet PHILOKLES künftig stets eine möglichst kontroverse Diskussion ab. Diese strukturiert auch dessen äußere Erscheinung in Basisartikel, Erwiderungen und Replik.
Auch im inhaltlichen Zuschnitt geht die Redaktion neue Wege. Denn populäre Philosophie kann nicht nur ein Potpourri geisteswissenschaftlicher Kuriositäten sein. Was aber sonst? Das führte die Redaktion auf den Gedanken, den konzeptuellen Neubeginn der Zeitschrift mit einer Diskussion über ihre geistigen Grundlagen beginnen zu lassen: Was ist und zu welchem Ende betreibt man heute ‚populäre Philosophie‘? Dass wir dabei gleichsam in ein Wespennest stießen, überraschte und bestätigte uns zugleich. In unserer ach so! aufgeklärten, säkularisierten und durchrationalisierten Gesellschaft gibt es offensichtlich ein vitales Bedürfnis, sich auch über Fragen zu verständigen, die jenseits akuter Alltagsprobleme situiert.
PHILOKLES möchte hier anknüpfen. Der Ansatz dafür wird nicht sogleich im Heute als vielmehr im Gestern gesucht. Wie auf- und anregend eine historische Spurensicherung und ihre Diskussion sein kann, kann in dieser Ausgabe dank Andreas Luckner und seiner Widerstreiter erfahren werden. Im Mittelpunkt des Disputs steht die aktuelle Wiederentdeckung eines ‚alten Leipzigers‘: Christian Thomasius und die Frage, inwieweit er einer heutigen Popularphilosophie noch Pate stehen kann.
Die Beiträge dazu sind so unterschiedlich wie ihre Autoren; nicht immer wird der des Philosophenjargons Ungewohnte sich wirklich unterhalten können. Doch betrachte man die Zeitschrift auch als zweifache Übung. Für den der Hektik des Alltags für eine Stunde entronnenen philosophischen Laien, auf dass er wieder lerne, sich mit wirklich grundlegenden Fragen systematisch zu befassen. Für den Fachphilosophen, auf dass er wieder lerne, verständig zu sprechen -auch zu anderen als seinesgleichen.
Marko Demantowsky
Aus dem Inhalt
Interview mit Jürgen Engfer: „Unser Begriff von Philosophie hat sich verengt.“
Haupttext Andreas Luckner: Christian Thomasius und die praktische Aufgabe der Philosophie
Kolumne Jan Kuhlbrodt: Skandal und Volksherrschaft
Berichte und Ankündigungen zu Projekten und Veranstaltungen
Berichte Nietzsche in der Toskana
Ankündigungen Lesekreise LK I Paul Feyerabend LK Il Martin Heidegger Jahreshauptversammlung und Vereinsfeier Wandertag Vollversammlung Kurze Vorschau Ästhetikkolloquium Philosophisches Frühstück Lehrerweiterbildung Workshop zur Evolutionstheorie
Evolution
Splitter zur Evolution und Erkenntnistheorie von Peter Heuer
Bots, Virtual Reality und ein verändertes Menschenbild. Evolution im, mit und durch den Computer von Antonia Kastendiek
Auswahlbibliographie zur Evolutionstheorie und Erkenntnistheorie
Buchrezension zu F. M. Wuketits Bibliothek „Evolutionstheorien“
Wer hat Angst vor dem Spaß an der Philosophie? Wie alles anfing …
Jeder Philosophiestudent kennt die vorsichtige Anfrage seiner nicht Philosophie studierenden Freunde, allerspätestens dann, wenn man im Examen sitzt und es ganz offensichtlich ist, daß man „darüber“ auch ein Prüfung ablegen kann: Was macht ihr da eigentlich in der Uni, wenn ihr Philosophie studiert?
Und jeder kennt diese unangenehmen Fragen an die sich endlosen Diskussionen anschließen und manchmal den ganzen Abend verschlucken können: Wozu ist das eigentlich gut Philosophie? Wem nützt das was, und was willst denn Du damit mal werden? Ist Philosophie nur für Philosophen da, damit Philosophieprofessoren Philosophie unterrichten und Philosophiestudenten zu Philosophieprofessoren werden? Jeder hat sowieso seine eigene Philosophie und wohin die Philosophie für alle geführt hat, das wissen wir ja. Außerdem versteht man keinen Ton, wenn ihr anfangt, über etwas zu sprechen. […]