Call for Covers: Die Relevanz der Kunst

Philokles 25 (2021): Die Relevanz der Kunst

Die Vorstellung, dass sich Kunstwerke immanent, d.h. nur aus sich selbst heraus, genießen, interpretieren und beurteilen lassen, scheint vielen Kunstbegeisterten und Künstler*innen heute mehr und mehr suspekt zu sein. An Kunstwerke und Kunstschaffende wird zunehmend die Forderung gestellt, moralisch gut oder politisch engagiert zu sein und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben zu leisten. Kunst soll sich nicht einfach selbst genügen, sondern relevant sein. Die in Leipzig erscheinende Zeitschrift für populäre Philosophie Philokles widmet diesem Phänomen ein Themenheft mit dem Titel „Die Relevanz der Kunst“. Wie schon für frühere Ausgaben versuchen wir dabei für die Gestaltung des Covers Künstler*innen zu gewinnen. Wir laden alle Interessierten ein, ihre Entwürfe an die Redaktion des Philokles zu schicken: philoklesonline@gmail.com.

Für die Entwürfe ist zu beachten, dass das Heft im Format DIN A5 erscheint, dass das Cover die Vorder- und Rückseite des Heftes abdecken soll und dass auf dem Cover der Schriftzug des Philokles und der Titel des Heftes untergebracht werden müssen. Wir würden uns freuen, wenn sich die eingesandten Entwürfe zumindest in einigen formalen Aspekten an der Gestaltung der zuletzt erschienenen Hefte (einsehbar hier: https://philokles.org/tag/aeltere-ausgaben/) orientieren würden, damit eine gewisse Familienähnlichkeit gewahrt bleibt.

Die Fragen, denen sich die Beiträge des Heftes widmen werden, sind:

  • Lässt sich von einer moralischen oder politischen Verantwortung der Kunst sprechen, und wäre diese identisch mit der Verantwortung der Kunstschaffenden?
  • Was wäre der Grund dieser Verantwortung? Gehört sie wesentlich zur Kunst oder wird sie an diese von außen herangetragen?
  • Wie ist es um die gesellschaftliche Relevanz der Kunst in früheren Epochen bestellt? Hat Kunst heute eine größere gesellschaftliche Verantwortung als früher?
  • Haben einzelne Kunstgattungen wie z.B. Theater oder bildende Kunst eine größere Wirkkraft als andere? Falls ja, macht sie das relevanter?
  • Wie unterscheidet sich die aktuelle Forderung, Kunst müsse relevant sein, von früheren Ästhetiken, die von der Kunst ebenfalls moralische oder politische Wirksamkeit fordern (z.B. Sartres „engagierte Kunst“)?
  • Finden sich in der Geschichte der Philosophie vielversprechende Ansätze, um das Verhältnis von Kunst, Politik und Gesellschaft zu bestimmen?
  • Bildet Kunst neben Politik, Wissenschaft und Religion einen autonomen Bereich der Gesellschaft? Wenn ja, wie ist diese Autonomie mit einer moralischen oder politischen Verantwortung der Kunst vereinbar? Und wenn nein, warum erwarten wir überhaupt von Kunst, dass sie relevant ist?

Als Publikation, die vollständig auf ehrenamtlicher Arbeit basiert und lediglich die Druckkosten deckende Verkaufspreise ansetzt, können wir die Veröffentlichung des angenommenen Coverentwurfs leider nicht anders als durch die Veröffentlichung selbst entlohnen. Wir bitten um die Einsendung Ihres Entwurfs bis zum 15.2.2021. Sollte der Entwurf angenommen werden, erbitten wir die endgültige Fertigstellung bis zum 15.4.2021.

Autor: philoklesonline

Onlineauftritt von PHILOKLES. Zeitschrift für populäre Philosophie

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